| |
 |
| |
„Es ist nun von entscheidender Bedeutung, daß
diese auratische Daseinsweise des Kunstwerks niemals durchaus von
seiner Ritualfunktion sich löst. Mit anderen Worten: Der einzigartige
Wert des »echten« Kunstwerks hat seine Fundierung im Ritual,
in dem es seinen originären und ersten Gebrauchswert hatte. Diese
mag so vermittelt sein wie sie will.“
Walter Benjamin, Das Kunstwerk
im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit |
| |
|
|
| |

Die Grundlage meiner Bilder, so wie die Werkzeuge zur Erstellung
derselben und das Ergebnis, das Original, ist digital.
Der Monitor ist die Leinwand, die verwendeten Bilder entsprechen
Farbe und Pinsel.
Meine kreative, künstlerische Arbeit ist getan, wenn die Idee
durch das Bild für andere sichtbar gemacht worden ist.
Um kulturellen Fortschritt und unsere Weiterentwicklung zu ermöglichen,
müssen Ideen aber für möglichst viele zugänglich
sein. Darum gebe auch ich die Originale selber hier frei, in dem
ich sie ins Netz stelle.
Was nun folgen kann, ist die Manifestation eines Artefakts aus dem
Digitalen, jeder kann das mit den Mitteln seiner Wahl nach dem Herunterladen
der Bilder tun.
Die Bilder sind frei verfügbar, sie stehen unter der Creative
Commons Lizenz 2.0.
www.spectaculartakeoverbattle.de
www.massivestructuraloverload.de
www.themostexcitingday.de
www.stillwaitingfortheapocalypse.de
www.risingoftheclown.de
www.dystopiadeathstar.de
|
| |

"Unter einem Multiple versteht man eine künstlerische
Arbeit aus einer bestimmten Anzahl von seriell hergestellten Objekten,
die ökonomisch, materiell und ästhetisch gleichwertig sind,
das die Existenz und Abwesenheit der anderen Objekte seiner Serie
reflektiert und das vom Künstler als Multiple autorisiert ist.
Unter dem Begriff Multiple werden auch oft Assemblagen verstanden;
letzterer Begriff bezieht sich allerdings eher auf reliefartige Leinwandgestaltungen.
Der Künstler ist primär Gestalter, der Form, Größe,
Materialien, Techniken, Auflage u.ä. festlegt, während die
Ausführung meist von spezialisierten Fachkräften übernommen
wird, oft durch maschinelle Unterstützung bzw. in manufakturartiger
Organisation."
Claus
Pias, "Multiple",
in: Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst, hrsg. v. Hubertus
Butin, Köln 2002
|
Die Originale sind frei. Unikate entstehen durch
Kauf. Jedes Unikat ist Teil eines Multiples.
Erstens:
Ein Unikat entsteht über den (Ver)Kauf.
Zweitens:
Jedes Original bildet die Basis für ein Multiple. Ein Multiple
besteht aus Unikaten. Das jeweils erste Unikat eines Multiples
trägt die Seriennummer Eins.
Drittens:
Ein Unikat entsteht über die gemeinsame Absprache zwischen
Käufer und Künstler. Beide haben bei der Umsetzung
ein Vetorecht.
Viertens:
Ein Unikat entsteht wenn ein Original von Käufer und Künstler
handsigniert und mit folgenden Daten bedruckt wird:
diesem Konzept, Name des entstehenden Unikats, Name des Käufers,
Name des Künstlers
Fuenftens:
Der Name des Unikats ergibt sich wie folgt:
sellingthe.Namedesoriginals.Seriennummer
Sechstens:
Die durch die Produktion eines Unikats anfallenden Kosten trägt
der Käufer.
Siebtens:
Der Kaufpreis eines Unikats errechnet sich durch die Formel
'Basiswert x ( Zwei hoch Seriennummer )' in Euro.
Achtens:
Bei Manifestation eines Unikats mit der Seriennummer x, erhält
der Käufer des Unikats mit der Seriennummer x Minus Eins,
welches Teil des selben Multiples ist, seinen vollen Nettokaufpreis
zurück.
floriankuhlmann.com
|
|
| |

Die Unikate entstehen nur über den Handel
mit den Originalen. Über das Ritual des Handels entstehen Artefakte
an deren Produktion Käufer und Künstler gleichermaßen
beteiligt sind. Im Zentrum steht aber das Ritual, dieses ist der
künstlerische Akt, dieses ist einzigartig.
Der Käufer wird zum Co-Künstler in dem er diesen Akt –
den Handel – akzeptiert und damit die nötige Setzung
vornimmt.
Die unsichtbare Hand des Marktes steuert die Auflage.
sellingthe.massivstructuraloverload.1
- ( Florian Kuhlmann & anonymer Sammler - 2006 )
sellingthe.spectaculartakeoverbattle.1
- ( Florian Kuhlmann & anonymer Sammler - 2008 )
sellingthe.stillwaitingfortheapocalypse.1
- ( Florian Kuhlmann & anonymer Sammler - 2008 )
|
| |
|